Viele Millionen Menschen weltweit leiden unter permanenten Ohrgeräuschen. In den USA sind es schätzungsweise 40-50 Millionen Menschen. In Deutschland geht man von ca. 11 Millionen Betroffenen aus. Tinnitus wird von den Patienten als nervenaufreibender Dauerton in Form von Pfeifen, Brummen, Surren, Klingeln oder als Rauschen wahrgenommen. Er kann ein wenig beachteter ständiger Begleiter (kompensierter Tinnitus), aber auch so dominant sein, dass er den Schlaf rauben, zu Depressionen führen und quälende Ängste verursachen kann (dekompensierte Form).
Akuter Tinnitus
Ganz kurze Ohrgeräusche, die nach einigen Sekunden oder wenigen Minuten von alleine wieder abklingen, werden als normal angesehen und sind kein Anlass zur Sorge. Ein über mehrere Stunden anhaltendes Ohrgeräusch ist aber ein Warnzeichen des Körpers. Dauert der Tinnitus länger als 24 Stunden, sollte der Therapeut handeln. Die Spontanheilungsrate des akuten Ohrgeräusches gilt grundsätzlich als sehr hoch. Allerdings kann sich dieses Ergebnis bei einem frühzeitigen Behandlungsbeginn noch steigern. Der erste Weg sollte zum Hals-Nasen-Ohrenarzt führen, der eine genaue Befragung zum Ohrgeräusch und eine körperliche Untersuchung durchführt. Im harmlosesten Falle steckt hinter dem Ohrgeräusch ein tiefsitzender Ohrschmalzpfropf, der das Trommelfell an seiner freien Schwingung hindert und den der HNO-Arzt leicht entfernen kann.
Weitere Ursachen des Tinnitus
Tinnitus kann aber auch als Medikamentennebenwirkung auftreten: Hierzu gehören Antibiotika wie das Clarithromycin ebenso wie verbreitete Blutdrucksenker aus der Gruppe der Betablocker oder Diuretika. Auch Antidepressiva wie das häufig verschriebene Amitriptylin oder die Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) können Ohrgeräusche verursachen oder sogar verstärken. Selbst Aspirin hat den Tinnitus in seinem Nebenwirkungsprofil. Daher sollten insbesondere dauerhaft eingenommene Medikamente kritisch geprüft und in Rücksprache mit dem Hausarzt ggf. versuchsweise weggelassen oder auf einen anderen Wirkstoff umgestellt werden. In den meisten Fällen verschwindet der Tinnitus nach dem Absetzen des betreffenden Medikamentes wieder.
Auch der Morbus Menière geht mit einem Tinnitus einher. Dieses Krankheitsbild ist durch anfallsweises Auftreten von heftigem Drehschwindel, einseitigem Hörverlust in den tiefen Frequenzen und Tinnitus gekennzeichnet. Grund dieser Erkrankung ist ein Überdruck in der Gehörschnecke des Innenohres. Beim Menière steht aber meist die Behandlung der besonders belastenden Schwindelanfälle und der zunehmenden Schwerhörigkeit im Vordergrund.
Häufige Auslöser von Ohrgeräuschen sind darüber hinaus Knalltraumata (z.B. Silvesterböller) und Lärmschäden (z.B. durch laute Musik). Insbesondere die Nutzung von In-Ear-Kopfhörern, die den Gehörgang praktisch komplett abdichten, ist riskant. Die hohen Schalldrücke können die empfindlichen Hörsinneszellen (Haarzellen) des Innenohres beschädigen, indem sie sie geradezu aus ihrem Zellverband herauskatapultieren oder es zu einer Gefügestörung des Stützapparates kommt. Oft verbleibt danach eine Überaktivität des verbleibenden Haarzellenrestes oder eine Art Nachklang, was sich als Dauerton bemerkbar machen kann.
Daneben spielen Durchblutungsstörungen bei der Entstehung eines Tinnitus eine besondere Rolle. Denn Haarzellen verfügen über keine eigene Blutversorgung, sondern erhalten ihre Versorgung über Diffusion aus dem umgebenden Gewebe. Dadurch reagieren diese Zellen sehr empfindlich auf Unterversorgung und Sauerstoffmangel. Insbesondere bei Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose oder Fettstoffwechselstörungen kann es schnell zu Versorgungsengpässen der Sinneszellen und damit zu einem Tinnitus kommen.
Behandlungsmöglichkeiten des Tinnitus
Die Akuttherapie verfolgen daher im Wesentlichen zwei Ansätze verfolgt: Die medikamentöse Regeneration der Hörsinneszellen und eine Verbesserung ihrer Sauerstoffversorgung.
Der akute Tinnitus wird medikamentös wie ein plötzlicher Hörverlust (Hörsturz) behandelt. Zum Einsatz kommt hier in erster Linie die Infusionstherapie. Hier spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. Je früher die Behandlung beginnt, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges. Mittlerweile wird nur noch die Infusionstherapie mit Kortison empfohlen. Der Wirkstoff wird im Körper in das Hormon Kortisol umgewandelt, wirkt entzündungshemmend und abschwellend und soll so die Erholung der Harzellenfunktion begünstigen. Bei Diabetikern und Bluthochdruckpatienten, die schlecht auf hohe Kortisondosen reagieren, kann der Arzt das Medikament auch als Injektion in das Mittelohr in örtlicher Betäubung verabreichen. Dies klingt auf den ersten Blick schlimmer als es ist. Denn unter mikroskopischer Kontrolle ist der Eingriff sicher und schnell durchführbar und wird vom Patienten erfahrungsgemäß nicht als unangenehm empfunden. Wirkstoffe, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern oder zu einer Entspannung der Blutgefäße führen sollen, werden übrigens mangels Wirksamkeit nicht mehr empfohlen.
Hyperbare Sauerstofftherapie
Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) ist ein Verfahren aus der Tauchmedizin: Hierbei atmet der Patient 100%igen, medizinisch reinen Sauerstoff. Dies geschieht in einer Druckkammer mit einem erhöhten Umgebungsdruck. Dadurch kann sich mehr Sauerstoff im Blut lösen, als es unter Normalbedingungen möglich wäre. So verbessert sich gemäß einiger Studien die Sauerstoffversorgung der Haarzellen in der Tat und reaktiviert deren Funktion.1 Da diese Therapieform allerdings noch nicht Eingang in die allgemeinen Behandlungsleitlinien gefunden hat und sie überdies sehr kostenintensiv ist, bezahlen viele Krankenkassen die hyperbare Sauerstofftherapie nicht. Die Kostenübernahme sollte daher unbedingt jeder Betroffene im Vorfeld mit seiner Krankenkasse absprechen. Für Patienten mit Herz- und Lungenerkrankungen, Epilepsie oder schweren Belüftungsstörungen des Mittelohres ist das Verfahren übrigens nicht geeignet. Zur Abklärung etwaiger Vorerkrankungen wird am Druckkammerzentrum vor Beginn einer HBO-Therapie daher stets eine Eignungsuntersuchung durchgeführt.
Chronischer Tinnitus
Besteht das Ohrgeräusch länger als 3 Monate, spricht man von einem chronischen Tinnitus. In diesem Falle sinkt zwar die Chance, dass das Geräusch noch verschwindet. Allerdings gibt es inzwischen eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten, um die Belastung durch das Ohrgeräusch zu lindern. In diesem Zusammenhang ist eine ganzheitliche Ursachensuche wichtig. Dabei sollte geprüft werden, ob eine Ernährungsumstellung in Richtung Antioxidantien Sinn macht, es orthopädische Probleme gibt oder die psychosoziale Situation die eigentliche Herausforderung darstellt.
Schwelende Entzündungsprozesse im Körper werden seit langem als ein möglicher Auslöser oder Unterstützer von Tinnitus diskutiert. Entzündungsbotenstoffe (allen voran die Prostaglandine der Serie II) verengen die Blutgefäße, verstärken die Blutgerinnung und intensivieren die Schmerzwahrnehmung. Durch diese Effekte kann es zu einem reduzierten Blutfluss innerhalb der Kapillaren des Innenohrs und somit zu Ohrgeräuschen kommen.
Über die Ernährung läßt sich der Tinnitus positiv beeinflussen
Als Behandlungsunterstützung empfiehlt sich eine antioxidantienreiche Ernährung, die die im Rahmen von Entzündungsprozessen auftretenden freien Radikale neutralisieren kann. Die Natur bietet alles, was hierfür erforderlich ist: Nahrungsmittel wie grünes Blattgemüse, Avocados, grüner Tee, Nüsse, hochwertige Fette und Öle, Wildpflanzen wie Brennnessel, Löwenzahn und Giersch sowie Beeren, Granatapfel und Weintrauben sind reich an natürlichen Antioxidantien und eignen sich sehr gut für eine antientzündliche Ernährungsweise. Aber auch Gewürze wie Oregano, Gewürznelken, Kurkuma, Ingwer und Zimt enthalten wirksame Antioxidantien und können entzündliche Prozesse abmildern.2
Zucker, Getreide- und Milchprodukte sowie Fleisch gelten dagegen als kontraproduktiv und sollten auf ein Minimum reduziert werden. Gerade Milchprodukte und Fleisch enthalten verhältnismäßig viel Arachidonsäure, die vom Körper u.a. in Prostaglandine der Serie II umgewandelt wird und zu den beschriebenen Entzündungsprozessen führt.
(Kiefer-)orthopädische Ursachen und Möglichkeiten des Tinnitus
Blockaden, Fehlstellungen, Verspannungen oder Verletzungen im Bereich von Halswirbelsäule und Kiefergelenk sind eine häufige Ursache für die Entstehung von Ohrgeräuschen. Durch die engen anatomischen Beziehungen zwischen Kiefer, Wirbelsäule und Innenohr können Muskelverspannungen und Verschleißerscheinungen im Bereich der Halswirbelsäule einen Tinnitus verstärken, indem sie Funktion und Durchblutung der Hirnnervenkerne des Hör- und Gleichgewichtszentrums beeinflussen.
Eine chronische Fehlbeanspruchung des Kiefergelenks kann u.a. nach einer Zahnentfernung oder chirurgischen Eingriffen am Kiefergelenk auftreten. Es kann zur Ausbildung einer sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (CMD) kommen. Deren Symptome sind vielfältig und neben Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Panikattacken und Lichtempfindlichkeit gehört auch der Tinnitus dazu. In Deutschland sind nach Schätzungen 7 Millionen Menschen von der CMD betroffen.
Eine (kiefer-)orthopädische Untersuchung ist beim Verdacht auf Störungen wie Bewegungseinschränkungen der HWS oder beim nächtlichen Zähneknirschen angezeigt. Ein geschulter Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann Fehlstellungen des Kauapparates korrigieren und Beißschienen individuell anpassen, damit diese den Kiefer und die Kaumuskulatur optimal entlasten.
Den Tinnitus mit Hilfe der Hypnose und des Yager Codes wirksam behandeln
Eine weitere sehr wirkungsvolle Methode, um den Tinnitus zu behandeln, ist die Hypnose bzw. der Yager Code als spezielle Hypnosetechnik. Dabei gibt es entweder die Möglichkeit, mit Hilfe der Regressionshypnose den Ursprung und Kern des Tinnitus zu ergründen und aufzulösen. Dabei wird eine Art Reise in die Vergangenheit des Betroffenen unternommen, das auslösende Ereignis identifiziert und geheilt. Eine andere Möglichkeit ist die Anwendung der Yager Code Therapie. Hierbei werden mit Unterstützung des sog. “Überbewußtseins”, das nach dem Begründer der Methode als “Zentrum” bezeichnet wird, Anteile in den verschiedenen Bewußtseinsebenen des Betroffenen gefunden.
Diese Anteile stehen lt. Theorie in ursächlichem Zusammenhang zur Entstehung bzw. zur Wahrnehmung des Tinnitus. Auch wenn die Studienlage hier bislang noch nicht eindeutig ist, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sprechen und sagen, dass bisher bei jedem Klienten eine deutliche Besserung von mindestens 80% eingetreten oder das Geräusch sogar vollständig verschwunden ist. Mit Hilfe gezielter und hoch wirksamer Suggestionen, die der Klient zuhause weiter trainieren kann, können diese Effekte weiter vertieft und auch auf lange Sicht hin konsolidiert werden.
Vereinbare hier Dein kostenloses Erstgespräch!
Die Psychoemotionalen Ursachen des Tinnitus verstehen und behandeln
Viele Menschen verarbeiten nachts die Belastungen ihres Alltags bzw. beißen tagsüber buchstäblich die Zähne zusammen, um Schwierigkeiten in Berufs- und Privatleben zu meistern. Dies führt dann zu Muskel- und Knochenschmerzen, nervöser Unruhe, Abgeschlagenheit, depressiver Verstimmung und Ohrgeräuschen. Daher steht neben der Korrektur von orthopädischen Fehlhaltungen die Stressreduktion und die bewusste Lösung von Muskelverspannungen im Vordergrund. In diesem Zusammenhang kommt dem Biofeedback eine besondere Bedeutung zu. Hierbei lernt der Tinnitus-Patient, seine Muskulatur sehr bewusst und ganz gezielt zu entspannen. Der Erfolg wird ihm mithilfe eines elektronischen Gerätes mittels optischer oder akustischer Rückmeldung direkt angezeigt.
Der letzte und sicher einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf das chronische Ohrgeräusch ist eine starke psychoemotionale Belastungssituation. Damit ist bei weitem nicht nur „klassischer“ Stress im Sinne einer beruflichen Überforderung gemeint, sondern auch Herausforderungen im Privaten, psychosoziale Spannungen im direkten Lebensumfeld und unverarbeitete Konflikte aus der Vergangenheit des Betroffenen. Und dazu kommt natürlich noch der Stress, den der Tinnitus selbst verursacht und zwar insbesondere dann, wenn der Patient seine Aufmerksamkeit von dem Ohrgeräusch nicht mehr abwenden kann, sondern die Auseinandersetzung damit zum Lebensinhalt wird. Der Abbau dieser seelischen Spannungen ist der Schlüssel zur Kompensation eines Tinnitus: Raus aus dem Teufelskreis mit dem belastenden Ohrgeräusch hin zu einem subjektiv nicht mehr störenden Begleiter.
Hilfe zur Selbsthilfe
Erfreulicherweise kann der Betroffene selbst hierzu enorm viel beitragen – die Eigenarbeit ist sogar ausschlaggebend für den Erfolg. Und es gibt diverse Entspannungstechniken, um innere Ruhe zu finden: Autogenes Training, Meditation, Tai-Chi, progressive Muskelrelaxation nach Jakobson, Yoga, positives Denken, Klangtherapie und vieles andere mehr. Nicht die Methode ist entscheidend, sondern dass der Betroffene sie aktiv und mit Leidenschaft praktiziert.3 Es macht daher Sinn, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen und die individuell passendste Methode anzuwenden. Gelingt es, die innere Balance wiederherzustellen, verschwinden oft auch die Folgesymptome und damit letztlich die belastende Wahrnehmung des Tinnitus.
Gelingt dem Betroffenen auf diesem Wege die Kompensation des Tinnitus nicht, so wird Hilfe von außen benötigt. Die beste Wirksamkeit ist für die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) nachgewiesen. Mit dem Begriff „Kognitionen“ sind all unsere Gedanken, Grundüberzeugungen, Einstellungen und Bewertungen gemeint. Die Kernidee der KVT ist, dass nicht die äußeren Ereignisse entscheidend für das Verhalten eines Menschen sind, sondern seine subjektive Bewertung dieser Ereignisse. Unser Denken bestimmt also unser Fühlen, unser Verhalten und unsere körperlichen Reaktionen. Mithilfe der kognitiven Therapie können verzerrte oder übersteigerte Wahrnehmungen bewusst gemacht und korrigiert werden.
Eine besondere Therapieform, die die KVT als wichtigen Bestandteil hat, ist die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Diese ist ein dreistufiger Prozess zur Tinnitusbewältigung. Im ersten Schritt (Tinnitusberatung) lernt der Patient, dass chronischer Tinnitus keine Erkrankung des Ohres ist, sondern aus der Fehlverarbeitung von Hörimpulsen im Gehirn entsteht. Der zweite Schritt ist die gerätegestützte Hörtherapie: Dem Patienten wird durch ein Habituationstraining geholfen, sich an das Ohrgeräusch zu gewöhnen. Hierbei werden auch spezielle Hörgeräte (Noiser) eingesetzt, die ein Rauschgeräusch erzeugen, das den Tinnitus ganz oder teilweise verdecken soll. Der dritte Schritt ist eine psychotherapeutische Begleitung und Entspannungstherapie.
Ein neuerer Behandlungsansatz ist die Neuro-Musiktherapie. Forscher des Deutschen Zentrums für Musiktherapie (DZM) in Heidelberg haben hier eine Summ-Therapie entwickelt. Dem liegt die Theorie zugrunde, dass die Tonhöhe eines Ohrgeräusches meist einer Frequenz entspricht, die die Betroffenen aufgrund eines Haarzellschadens nicht mehr wahrnehmen können. Die fehlenden Signale des Innenohres kompensiert unser Gehirn, indem es diese Tonwahrnehmung selbst erzeugt, wodurch dann der Tinnitus entsteht. Bei der Summ-Therapie lernen die Patienten, die Untertöne ihres Ohrgeräusches zu summen. Dadurch wirken sie der Fehlwahrnehmung im Gehirn entgegen, indem sie sie mit dem selbst erzeugten Ton überschreiben.
Kombiniert wird dieses Verfahren mit effektiven Entspannungstechniken. Die Ergebnisse überzeugen: In einer der Studien zeigte sich bei 80 Prozent der Studienteilnehmer eine deutliche Besserung des Tinnitus, und bei 8 Prozent war er sogar verschwunden. Für die Forscher war außerdem besonders überraschend, dass sich mit Beginn der gezielten Musiktherapie auch das Gehirn der Teilnehmer veränderte: Im Areal für die Gehörverarbeitung verdichtete sich das Nervengewebe. Es wuchsen durch das Summen also offenbar die Zellen nach, die in Folge des Tinnitus untergegangen waren. Dieser Effekt hielt langfristig an und konnte auch drei Jahre nach der Therapie noch nachgewiesen werden.4
Fazit:
Tinnitus ist eine Erkrankung, die ganz unterschiedliche Ursachen haben kann, für die mittlerweile aber auch vielfältige Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen. Die Behandlung sollte individuell auf die Bedürfnisse des betroffenen Patienten abgestimmt und möglichst ganzheitlich sein. Die Therapie des Tinnitus muss die Belange von Körper, Geist und Seele gleichermaßen berücksichtigen, um dem Betroffenen bestmöglich helfen und nachhaltige Effekte erzielen zu können.
Quellenangaben:
- Almeling et al. (1996) HBO-Treatment of negative selected patients with sudden deafness and tinnitus – A prospective multicenter study. Proc Internat Joint Meet Hyperbaric and Underwater Med, pp 651-656).
- Petridou AI et al.: The Effect of Antioxidant Supplementation in Patients with Tinnitus and Normal Hearing or Hearing Loss: A Randomized, Double-Blind, Placebo Controlled Trial. Nutrients 2019 Dec 12;11(12):3037. doi: 10.3390/nu11123037.
- Kofahl C et al.: Bedeutung und Wirkungen der Selbsthilfe bei Tinnitus. Ergebnisse der SHILD Studie zur gesundheitsbezogenen Selbsthilfe in Deutschland; Tinnitus Forum 2-2018; pp 28-31
- Christoph M. Krick et al: Cortical reorganization in recent-onset tinnitus patients by the Heidelberg Model of Music Therapy; Frontiers in Neuroscience“, Front. Neurosci., 19 February 2015; doi: 10.3389/fnins.2015.00049